Nur das Beste

Zahnerhalt ist besser als Zahnersatz. Die natürlichen Zähne sind die besten, deshalb kümmern sich viele zahnmedizinischen Fachdisziplinen diesem hohen Ziel des Zahnerhalts.

Oberste Ziel bei allen Zahnbehandlungen ist es, den natürlich gewachsenen Zahn zu erhalten oder sollten bereits Defekte aufgetreten sein, geht es darum, so substanzschonend wie möglich zu behandeln.

Insgesamt hat sich die Mundgesundheit hierzulande im Vergleich zu früheren Generationen deutlich verbessert. Entwarnung ist aber fehl am Platze. Denn statistisch gesehen hat jeder Bundesbürger mindestens einmal im Leben Karies und jeder Vierte erleidet eine Parodontitis. Bei allen zahnmedizinischen Fortschritten spielen auch ästhetische Aspekte immer mehr eine Rolle. Nachvollziehbar, denn die Zähne sind das „Aushängeschild“ eines jeden Gesichts. Dabei gilt allerdings auch in der Zahnmedizin: Die Form folgt der Funktion. Also zuvorderst gilt es, die volle Funktionsfähigkeit des Kauapparates wiederherstellen, erst danach kommt die Ästhetik ins Spiel. Wie in anderen Bereichen auch, haben ebenso in der Zahnmedizin moderne Computertechniken einen Siegeszug hinter sich. So können heute alle Verfahren in der zahnärztlichen Diagnostik, Therapie und Dokumentation mittels Computertechnik begleitet werden. CAD/CAM-Verfahren beispielsweise ermöglichen die Herstellung zahnfarbener Keramikfüllungen. Diese schonen nicht nur die Zahnsubstanz, sondern liefern zudem ästhetisch anspruchsvolle Ergebnisse. Sogar der zeitliche Aufwand für die Patienten ist attraktiv. Denn solche Füllungen können in nur einer Sitzung hergestellt und eingesetzt werden. „In der modernen Zahnmedizin kommen zunehmend Keramiken zum Einsatz, die vom Aussehen her der Natur nachempfunden sind und zudem langlebig sind“, sagt Karsten Becker von der Zahnarztpraxis Levold & Becker in Berlin-Wilmersdorf. Keramik punktet außerdem hinsichtlich Biokompatibilität. Es treten also keinerlei Reaktionen mit körpereigenen Zellen auf. Auch deshalb geht der Trend im Bereich des Zahnersatzes weg von Metallen hin zu Keramik.