Welche Nährstoffe gut für die Zähne sind

Unsere Ernährung hat großen Einfluss auf die Zahngesundheit. Nicht nur bei Kindern sollte daher auf eine bewusste Lebensmittelauswahl gesetzt werden.

Wenn von Ernährung und Zähnen die Rede ist, dann meistens in Form von Warnungen: Zucker begünstigt Karies, Säure führt zu Zahnerosion und so weiter. Seltener werden dagegen die Lebensmittel thematisiert, die den Kauapparat stärken.

Dabei kann man nicht nur durch den Verzicht auf problematische Zutaten, sondern auch durch den gezielten Konsum zahngesundheitsförderlicher Stoffe etwas für die eigenen Zähne tun. Der Grundstein wird bereits im Embryonalstadium gelegt, wenn sich die Zähne – zunächst im Verborgenen – herausbilden (sogenannte Odontogenese). Hier kommt es im Wesentlichen auf Phosphat und Kalzium an. Diese Nährstoffe werden zum Zahnaufbau benötigt, können allerdings vom Organismus nur gut ausgewertet werden, wenn Vitamin D hinzukommt. Daneben entfaltet auch Fluorid bereits bei Ungeborenen eine begünstigende Wirkung.

Diese drei bzw. vier Stoffe sind es auch, die nach der Geburt das Gebiss am effektivsten stärken. Und zwar auch noch im Erwachsenenalter. Phosphat ist beispielsweise in eiweißreichen Nahrungsmitteln wie Milch(produkten), Fleisch und Fisch reichlich enthalten, aber auch in Weizenkleie und Walnüssen. Doch Vorsicht: Zu viel Phosphat im Blut kann insbesondere bei nierenkranken Patienten zu negativen Auswirkungen führen. Kalzium findet sich ebenfalls in großen Mengen in Milch(produkten), daneben in Spinat und Brokkoli oder in entsprechend angereichertem Mineralwasser. Das Vitamin D zur besseren Resorption der beiden Nährstoffe bildet der Körper unter Sonneneinstrahlung selbst (5 bis 15 Minuten am Tag mit leichtem Sonnenschutz reichen aus). Außerdem gibt es spezielle Vitamin-D-Kapseln, mit denen man den Mangel an wirklich Vitamin-D-reichen Lebensmitteln kompensieren kann. Diese sind am ehesten fettreiche Fische (Hering oder Makrele), Avocados und Pilze. Fluorid schließlich gibt es als Speisesalz-Anreicherung und in den meisten Zahncremes.

Und noch ein weiteres, wenn auch unscheinbares Lebensmittel sollte in dieser Aufzählung nicht unter den Tisch fallen: Wasser. „Klares Wasser ist nicht nur deshalb gut für die Zähne, weil es keine Schadstoffe enthält wie Fruchtsäfte oder Softdrinks. Es gleicht darüber hinaus den pH-Wert im Mund immer wieder aus, indem es die Säuren neutralisiert“, erläutert der Zahnarzt Dr. Maik Levold aus Berlin-Grunewald. „Damit sinkt das Risiko von Zahnerkrankungen ganz erheblich.“